Am ersten Tag setzten sich die OS´ler mit der Frage auseinander, was Menschen an Sternen fasziniert. Das Leitungsteam verkörperte verschiedene Menschen:
- Einen Astrologen, der anhand der Sternzeichen die Eigenschaften und die Zukunft eines Menschen bestimmt.
- Einen Astronauten, der sozusagen nach den Sternen greift und scheinbar Unerreichbares erreicht
- Einen Romantiker, der über die Weite des Alls staunt, bei einer Sternschnuppe einen Wunsch äußert und romantische Stunden unter dem Sternenhimmel verbringt
- Einen Seefahrer, der sich anhand der Sterne auf offener Se orientiert
- Einen religiösen Mensch, für den die Sterne Zeichen für die Götter sind
- Einen Mensch, der nach dem Stand der Sterne, die Monate und Jahreszeiten bestimmt
In Kleingruppen stellten sich die OS´ler die Frage, was sie selbst an Sternen aber auch in ihrem Leben fasziniert.
Am Spätnachmittag machten Alle beim Völkerballspiel mit, bei dem jeder sich voll einsetzte. Eine Freude für jeden!
Ein Höhepunkt des Kurses war sicher die Nachtwanderung bei klarem Sternenhimmel und Winterlandschaft nach Hüttenberg, wo in der Kapelle ein Gottesdienst gefeiert wurde.
Der zweite Tag begann nach dem Frühstück mit Singen und Spielen. Um 10.30 wurde dann ein Gast in der Gemeinschaft begrüßt: Oliver Schmid, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Planetarium Laupheims, der die Legende des Weihnachtsstern aus astronomischer Sicht referierte. Anhand der Weihnachtsgeschichte versuchte er die Phänomene um den Weihnachtsstern zu erklären. Es folgte eine interessante Diskussion mit einigen Os´lern.
Nach einem guten Mittagessen und verschiedenen Freizeitangeboten setzen sich die OS´ler mit der biblischen Bedeutung des Sterns auseinander. Die älteren OS´ler versuchten eine Verknüpfung herzustellen mit der Bibelstelle aus dem Buch Numeri „Ein Stern geht in Jakob auf“ und dem Stammbuch Jesu aus dem Matthäus-Evangelium.
Eine weitere Kleingruppe beschäftigte sich mit den Weisen aus dem Morgenland, wie die Geschichte im Matthäus-Evangelium beschrieben wird. Die Weisen deuten den Stern für die Geburt eines Königs und machen sich auf den Weg, um ihn zu suchen.
Mit einem Text des Proheten Jesaja befassten sich weitere OS´ler: „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.“ (Jes 9,1-16)
Die vierte Gruppe verglich die Jesaja-Stelle 40,26: „Hebet eure Augen in die Höhe und sehet! Wer hat solche Dinge geschaffen und führt ihr Heer bei der Zahl heraus?“ und der Stelle aus Genesis 1,3: „Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.“
Die vier Kleingruppen hielten ihre Resultate auf Tonpapier fest. In der Großgruppe wurden die Ergebnisse vorgestellt und die Tonpapiere zu einem Stern zusammengelegt.
Am letzten Tag begannen die OS´ler nach Morgenlob und Frühstück mit dem Spiel Reise aus Jerusalem. Gemeinsam schafften es 26 OS´ler auf vier Stühlen zu stehen. Eine herausragende Leistung!
In Stille und bei meditativer Musik fragten sich die OS´ler dann ganz persönlich: Was gibt mir in meinem Leben Orientierung und Halt, was ist mir wichtig? Was sind für mich solche „Fixsterne“, die mir Wegweiser sind? Auf ausgeschnittenen Sterne schrieben die OS´ler dann, was ihnen Halt ihm leben gibt und klebten diese Stern zu ihrem eigenen Sternbild.
Der Nachmittag wurde dann ganz für gemeinsame Freizeitaktivitäten genutzt. Der Großteil der Gemeinschaft ging ins Wonnemar, ein paar wenige in Breitachklamm.
Am Abend fand der Abschlussgottesdienst statt, der zugleich auch das „Willkommen“ für den neuen Bildungsreferenten des OS Andreas Wachter war. Zu diesem Gottesdienst kamen noch weitere OS´ler, Pfarrer Johannes Rauch, Hausleiter Wolfgang Wirthensohn, Mitarbeiter des Hauses Elias sowie auch Ehefrau, Familie und Freunde von Andreas Wachter. Das Evangelium war die Berufung der Brüder Simon und Petrus. Jesus sagt zu Ihnen „Kommt, folget mir nach!“ Ein Aufruf der jedem Menschen gilt. Jeder von uns hat eine Berufung. Wir sollen hinhören, was Gott uns sagt.
Nach der Predigt von Pfarrer Bernhard Waltner überreichten OS´ler symbolische Geschenke, verbunden mit guten Wünschen für seine Arbeit: Ein Rucksack, in den wichtige Dinge für die Arbeit im OS gepackt werden können. Ein OS T-Shirt darf natürlich nicht fehlen. Ein Wanderkarte, um immer den wichtigen Weg zu finden. Um sich immer wieder wichtige Pausen zu gönnen, ein Kit-Kat. Einen Kaffee, um die ausdauernden Kursnächte durchzustehen. Ein Stück Käse, für eine gute Atmosphäre, guten Duft hier im Haus. Zum Singen darf das „Andiamo“ nicht fehlen– das Liederbuch des OS. Desweiteren das OS-Logo in Nudel-Form für eine gute Stärkung. Um im OS die Arbeit auch genießen zu können, symbolisch einen 12-Apostel-Wein. Zuletzt überreichte Pfr. Bernhard Waltner eine Bibel, die Andreas Wachter auf seinem Weg begleiten soll damit sein Glaube und seine Gottesbeziehung in der Arbeit des OS weiter wachsen kann.
Der letzte Abend war dann ein schönes Miteinander mit Spielen und Gesprächen im „Stüble“, der bis spät in die Nacht ging.
Der Kurs endete am Silvestermorgen und alle fuhren erfüllt von gut tuenden Tagen mit Gesprächen, Spielen, Singen, und Feiern wieder nach Hause.


