„Lebensquelle“ unter diesem Thema stand dieses Jahr der Sommerkurs des Offenen Seminars. Über 70 Jugendliche aus dem ganzen Bistum Augsburg, kamen ins Jugendhaus Elias nach Seifriedsberg, um im OS eine Woche zu erleben. Die OSler setzten sich mit der Frage auseinander, aus welcher Quelle man für das Leben Kraft schöpfen kann und welche Kraft der Glaube schenkt. Neben der thematischen Arbeit kam natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz. Viele Fußballmatches und auch andere Spiele sorgten für reiche Abwechslung. Bei der abschließenden Eucharistiefeier, zu der auch viele Eltern und Geschwister kamen, konnten alle dankbar zurückschauen auf eine tolle, erlebnisreiche und schöne Woche im Offenen Seminar.
am Beginn des Kurses machten sich die Jugendlichen auf zu einer Quelle im Gunzesrieder Tal. Auf dem Weg entlang der Gunzesrieder Ach ließen sich an mehreren Stationen durch Schriftellen auf die Bedeutung des Wassers hinführen. Angekommen an der Quelle, staunten die Jugendlichen über die Lebenskraft und konnten mit Ps 104 beten: „Du lässt Quellen hervorsprudeln in den Tälern.“
Die Jugendlichen setzten sich dann mit der Frage auseinander, aus welchen Quellen im übertragenen Sinn des Wortes wir für uns Kraft gewinnen können. Dabei ließen sie sich anregen durch die Begegnung am Jakobsbrunnen von Jesus und der Samariterin. Die Frau wollte ursprünglich ganz normales Wasser für ihren täglichen Bedarf holen. Jesus öffnete ihr die Augen dafür, dass er ihr lebendiges Wasser geben kann. Dieses „lebendige Wasser“ ist die Kraft, die aus der Beziehung mit Jesus erwächst. Jesus selbst wird zur lebendigen Quelle für die Frau.
Wie der Glaube uns zur Quelle werden kann, vertieften die Kursteilnehmer in einem Besuch der Kirche Mariä Heimsuchung in Sonthofen. Die Symbolik des Wassers in dieser Kirche weist auf den wertvollen Lebensstrom hin, in den uns die Taufe hineinnimmt. Die OSler ließen den Besuch einmünden in die Feier der Tauferinnerung.
Beim abendlichen Gottesdienst ermutigte Pfr. Robert Mayr, der als Gast aus Bamberg beim Kurs mit dabei war, die OSler, in der Beziehung mit Christus zu leben: „Gott geht mit uns eine DU-Beziehung ein: das ist etwas ganz Positives. Bleibt in dieser Freundschaft mit Jesus.“
Zwei Gäste, die zum Kurs dazukamen, erzählten, aus welcher Quelle sie für ihren Beruf in der Fa. Bosch bzw. im Landwirtschaftsamt Kraft schöpfen. Der eine zog gleich sein OS Kreuz, das ihn seit seinen eigenen OS-Zeiten begleitet, aus der Tasche und erzählte, wie für ihn die Beziehung zum „Herrgott“ und die Verbindung zur Kirche wichtig ist für sein Leben. „Das macht mich immer wieder sehr dankbar im Leben.“, erzählte er auch im Hinblick darauf, wie ihm der Glaube auch in Zeit schwerer Krankheit Kraft gab.
Der zweite Gast, der als Betriebsratsvorsitzender bei der Fa. Bosch arbeitet, zeigte so manche Spannungsfelder auf, die ihm im beruflichen Alltag begegnen. Der Rückhalt in der Familie und nicht zuletzt die Verbindung zu Gott sind für ihn wichtige Säulen, um den einzelnen Menschen „nicht als Kostenfaktor zu sehen“, sondern ihm mit Würde und Wertschätzung, die den ganzen Menschen meint, zu begegnen. Er zitierte auch sein Lieblingsgebet, das für ihn das Leben immer wieder hinordnet auf Gott.
In einer meditativen Einheit vergewisserten sich die Jugendlichen ihrer eigenen Quellen und gestalteten dazu persönliche Quellenbilder.
Beim Abschlussgottesdienst, zu dem auch viele Eltern, Geschwister und Freunde dazukamen bot ein von einem Jugendlichen gedrehter Film einen kurzen zu den Highlights des Kurses. Die Musici Truppe des Kurses sorgte sodann für den richtigen Schwung. In seiner Predigt knüpfte Pfr. Bernhard Waltner bei der Sehnsucht vieler Menschen nach gelingendem Leben an: „Viele sehnen sich danach, dass es im Leben gut weitergeht. Sie sehnen sich nach so einem lebendigen Wasser. Jesus weiß um unsere Sehnsucht; er kommt uns Menschen dabei sogar entgegen. Jesus lädt uns zu einer Freundschaft ein. Diese Freundschaft mit Christus ist für unser Leben wie eine erfrischende Quelle, die uns Kraft gibt.
Schöpft aus der Quelle Jesu für euer Leben. Pflegt die Freundschaft mit Jesus und ihr werdet erfahren, dass unser Leben damit einen Halt hat. Vertieft die Beziehung mit Christus und ihr werdet merken, dass unser Leben einen Sinn und ein Ziel bekommt.“
Für Abwechslung sorgten im Kurs auch immer wieder die gemeinsamen Freitzeitaktionen: Fußball, Schwimmen, Tischtennis, Billard. Das Wetter meinte es mit den Jugendlichen im Jugendhaus Elias in Seifriedsberg gut und so ging es jeden Tag auf den Fußballplatz und auch „Tischtennis-Profis“ konnten ihre Talente zum Einsatz bringen.