„40 Jahre Offenes Seminar der Diözese Augsburg“ zu diesem Fest kamen viele Jugendliche des Offenen Seminars und viele Gäste nach Seifriedsberg ins Jugendhaus Elias.
Die Freude und der Dank an Gott standen Zentrum, so versammelten sich alle zum Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger in der Seifriedsberger Pfarrkirche. Im Anschluss klang das Fest weiter beim „OS Abend“ im Jugendhaus.
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„Es ist ein Wunder dieses Hauses, dass sich hier junge Menschen unterschiedlicher Herkunft treffen.“ so Weihbischof Losinger beim Festgottesdienst. Pfr. Bernhard Waltner und Referent Andreas Wachter freuten sich, dass so viele „aktuelle und ehemalige OSler“, Mitarbeiter, Leute aus der Pfarreiengemeinschaft Seifriedsberg und viele Priester gekommen waren, darunter auch Pfr. Josef Fickler, der erste Leiter des Offenen Seminars (siehe Artikel „Vieles ist gewachsen – 40 Jahre Offenes Seminar).
Pfr. Waltner knüpfte am Weihnachtskurs an, der diesmal unter dem Thema „Du bist die Freude“ stand. „Wir sind beim Kurs der Frage nachgegangen, welche Kraft, Hoffnung und Freude in der Beziehung mit Jesus Christus steckt. Diese Freude klingt jetzt hinein in eine große Dankbarkeit für 40 Jahre Offenes Seminar.“, so Waltner.
„Immer wieder bringen die jungen Leute ihre ganz persönlichen Fragen und die Frage nach ihrer persönlichen Berufung mit“, so Losinger. Das Offene Seminar ist eine große Hilfe, die Sprachlosigkeit im Glauben zu überwinden und eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus aufzubauen. Losinger ermutigte die Mitfeiernden zu dieser Beziehung und zitierte Papst Benedikt: „Alles im Leben entscheidet sich daran, ob es gelingt eine persönliche Beziehung zu Jesus aufzubauen.“
Beim Gottesdienst, den Jugendliche des Offenen Seminars auch musikalisch gestalteten, war die Freude, die uns Christus schenkt, direkt erfahrbar. Nicht zuletzt beim Lied „Glory Halleluja, Jauchzet dem Herrn alle Lande, dient dem Herrn mit Freude“ kam der Lobpreis durch alle Register, Stimmen und Instrumente zum Klingen.
Nach dem Gottesdienst konnten zunächst alle ein köstliches Abendessen genießen, bevor es dann zum großen Gruppenfoto ging. Beim anschließenden Festabend machten Bilder, Filmausschnitte von Kursen und Interviews OS-Geschichte lebendig. Pfr. Josef Fickler erzählte von den Anfängen und unterstrich das große Vertrauen, das der Bischof Josef Stimpfle dem Offenen Seminar und den Verantwortlichen schenkte. „So konnte vieles wachsen“, resümierte er. Pfr. Wolfgang Schneck und Pfr. Herbert Kohler wurden telefonisch zugeschaltet. „Es waren mit die schönsten Jahre meines priesterlichen Lebens“, unterstrich Schneck. Pfr. Kohler betonte, dass er das Miteinander von jüngeren und älteren immer sehr bereichernd erlebt hat und ermutigte die OSler „Bleibt dem Offenen Seminar treu, haltet die Fahnen hoch.“ Pfr. Waltner wies auf die Vielfalt und auf das Verbindende hin: „Unsere Leute sind auch sehr unterschiedlich, bringen viele Begabungen mit; doch die Verbindung mit Jesus Christus hält uns zusammen, trägt uns sogar und macht uns stark.“
Einige Statements seitens der OSler aus den vier Jahrzehnten machten deutlich, wie wertvoll für sie die Zeit im Offenen Seminar war. „Wir haben viel diskutiert über Gott, Glaube und Kirche“ erinnert sich Thomas Gehring, der heute im bayerischen Landtag sitzt. Und ein weiterer OSler ergänzte „Man spürt hier einen Geist, der eine Dynamik hat. Wir erfahren beim OS viel von der Bibel und können die Gemeinschaft mit Jesus vertiefen. Das ist für mich Kirche.“ „Einfach klasse, die Gemeinschaft, die ich hier erlebe. Dazu kommt, dass ich hier viele Freunde gefunden habe.“, sagt einer, der seit kurzem dabei ist. Sehr bewegend war auch das Zeugnis eines OSlers, der eine schwere Krankheitsphase durchgemacht hat "Die vielen Karten, die ihr geschrieben habt, die Besuche und auch euer Gebet für mich haben mich gestärkt."
Ein Bilderstreifzug durch die vier Jahrzehnte machte deutlich, wie dieser Geist hier immer wieder für Leben sorgte. Hinzu kamen alte Filmausschnitte nicht zuletzt mit Bischof Dr. Josef Stimpfle beim Schafkopf.
Eine interessante Interviewrunde war auch mit ehemaligen Zivis, die es bis zum "OS Zivi" geschafft haben; dabei kamen so manche Geschichten zum Schmuzeln ans Licht.
Zum Abschluss des Tages kamen alle in die Hauskapelle des Jugendhauses, „ihre Kapelle“, die bei jedem OS Kurs ein zentraler Ort ist. Nach dem Dank an Gott stimmten alle ein in das Lied „Bleibe hier bei uns“ und gingen mit dem Segen Gottes gestärkt wieder auf den Weg.